Schlank im Schlaf FAQ

Ist Schlank im Schlaf für Diabetiker geeignet?

Das Schlank im Schlaf Prinzip ist gerade auch für Diabetiker gut geeignet und kann sogar zur Rückbildung beitragen. Auf jeden Fall gibt es in den neuen Diabetes-Leitlinien für Diabetiker keinen zwingenden Grund zu vielen kleinen Mahlzeiten mehr. Auch drei Mahlzeiten werden seit einiger Zeit akzeptiert und als völlig ausreichend angegeben. Dabei gilt für Diabetiker ebenfalls der im Schlank im Schlaf Buch errechnete Kohlenhydrat-Bedarf ohne Ausnahme. Zwar können ein bis zwei Stunden nach Frühstück und Mittagessen die Blutzuckerkurven kurzfristig deutlich ansteigen, in der Regel sinken sie aber auf ein völlig normales Niveau und brauchen oftmals auch nicht korrigiert zu werden.

Es gilt nur wichtige Dinge zu beachten bei Medikamenteneinnahme oder Insulintherapie. Die bestehende Medikation muss an die morgens großen Kohlenhydrat-Mengen und dann auf i.d.R. nur 1 BE je Eiweißmahlzeit angepasst werden. Dies gilt besonders für Insulin und für sogenannte Sulfonylharnstoffe (Glibenclamid etc.) und Glinide (Amaryl etc.). Die Dosierung muss bei Wegfall der abendlichen Kohlenhydrate (Broteinheiten) nach und nach verringert werden, da es sonst zu Unterzuckerungen kommen kann. Die Abnahme sollte in solchen Fällen von einem Diabetes- und übergewichtserfahrenen Arzt begleitet werden.

Wegen der ausgeprägten Insulinresistenz der Muskulatur muss das Schlank im Schlaf Konzept häufig in der intensiveren Form mit zwei Eiweißmahlzeiten – mittags und abends – durchgeführt werden; in schwierigen Fällen mit ärztlicher Betreuung unter Verwendung sogenannter bilanzierter Eiweißmahlzeiten (Eiweißcreme, Shake, Suppen).
Ist Schlank im Schlaf für Typ I-Diabetiker geeignet?

Auch für Typ I-Diabetiker besonders bei Übergewicht gilt der gleiche Energiebedarf wie für Nicht-Diabetiker mit der von allen Fachgesellschaften empfohlenen Aufteilung von 50 bis 60 % Kohlenhydrate, 15 bis 20 % Eiweiß und 20 bis 30 % Fettanteil. Interessant ist die Frage, ob ein Typ I-Diabetiker verführt wurde, energetisch nicht notwendige Lebensmittel und Speisen „wegzuspritzen“. Hieraus resultiert über Jahre hin dann entsprechend dem Typ II-Diabetiker eine erhebliche Fettzunahme mit entsprechendem Übergewicht, was die Menschen bei uns im Ruhrgebiet treffenderweise als „Doppeldiabetes“ bezeichnen.
Wie kann man als (insulinpflichtiger) Diabetiker morgens so viele Kohlenhydrate essen? Steigt dann nicht der Blutzucker viel zu stark an?

Es gibt keine Einschränkungen gegen das Prinzip der Insulintrennkost mit den großen Kohlenhydrat-Mengen auch für Diabetiker. Sollten aber aufgrund einer ausgeprägten Insulinresistenz im fortgeschrittenen Stadium die Blutzuckerwerte stark entgleisen (über 250 mg/dl), ist die Standardmethode der Insulintrennkost nicht geeignet. Unter ärztlicher Betreuung ist einzig das „Eiweißfasten“ mit vier Portionen Eiweiß am Tag noch erfolgversprechend.
Ist die Insulintrennkost auch für Vegetarier geeignet?

Es ist empfohlen, tierisches durch pflanzliches Eiweiß zu ersetzen und je nach Nährwertangaben auf den Verpackungen die Mengen so auszuwählen, dass man auf ca. 40 – 50 g reines Eiweiß kommt.
Ist ‚Schlank im Schlaf‘ auch für Schwangere geeignet?

Auch während der Schwangerschaft, insbesondere bei schon bestehendem oder stark zunehmendem Übergewicht, ist die Insulintrennkost ‚Schlank im Schlaf’ sehr gut geeignet. Alle Makro- und Mikronährstoffe werden in guten Mengen zugeführt.
Wie kann ich erkennen, ob ich Nomade oder Ackerbauer bin?

Die beiden Typen „Nomade und Ackerbauer“ finden sich nicht immer in der reinen Form, sondern durchmischen sich mit den Erbanlagen von Generation zu Generation. Sehr viele Menschen sind Mischtypen und können deshalb nicht eindeutig auf einen Urtyp festgelegt werden. Es gelten zunächst aber ohnehin für beide Typen dieselben Ernährungsempfehlungen. Bei längerem Gewichtsstillstand kann man noch eine gewisse Differenzierung herausfinden, indem man auch mittags die Kohlenhydrate fortlässt. Dem Nomadentyp geht es dann kontinuierlich besser, dem Ackerbauern fehlen dagegen die Kohlenhydrate, was zu Konzentrationsstörungen und körperlicher Schwäche führen kann. Er braucht dann seine zwei Kohlenhydrat-Portionen. Wissenschaftlich kann man den Nomadentypen identifizieren durch eine „Reizmahlzeit“ mit 75 g flüssigem Traubenzucker, dem sogenannten Oralen Glukose-Toleranz-Test (OGT). Es kommt bei ihm zu einer stark überschießenden Insulinausschüttung. Der zeit- und kostenaufwändige Test ist aber für die Ernährungsumstellung nicht erforderlich.
Ich nehme nicht ab oder nehme sogar zu?

Es kann durchaus vorkommen, dass bei wochenlangem Einhalten dieser Ernährungsumstellung mit abendlichen Eiweißmahlzeiten trotzdem keine Gewichtsreduktion eintritt. Das ist typisch für den so genannten Nomadentypen, der von Kindheit an auf unsere gewohnten Lebensmittel hin viel zu hohe Insulinmengen ausschüttet. Das Insulin kann bei diesen Menschen langfristig derart überhöht sein, dass es nicht nur 5 Stunden nach den Mahlzeiten, sondern insgesamt 20 Stunden am Tag die Öffnung der Fettzellen blockiert. Es gibt zur Lösung dieses Problems die Möglichkeit eines intensivierten Vorgehens mit drei Steigerungsstufen: Als erstes empfehlen wir statt der abendlichen Eiweißmahlzeit eine regelmäßige und längerfristige Einnahme einer sogenannten bilanzierten Proteinmahlzeit (der SiS Diät-Drink ist speziell auch für diese Fälle entwickelt und zusammengesetzt) Die zweite Stufe wäre auch mittags ein Fortlassen der Kohlenhydrat-Portion und die Gestaltung einer Eiweißtrennkost, wie sonst bei den Abendrezepten beschrieben. In der dritten Stufe könnten Sie versuchen, auf vollständige Eiweißwochen umzustellen, jetzt allerdings mit vier Portionen Eiweiß. Wichtige Tipps hierzu finden sich auch in dem Buch Schlank im Schlaf 4-Wochen-Powerplan und für Frauen ist natürlich ‚Die Hormonformel‘ besonders zu empfehlen.
Wie kann ich die ‚Schlank im Schlaf‘ im Schicht- oder Nachtdienst einhalten?

Es gelten unabhängig von den Arbeitszeiten die folgenden Regeln: Die letzte Kohlenhydrat- oder Mischkostmahlzeit des Tages sollte vor 18.00 beendet sein. Spät abends oder nachts essen Sie dann nur noch Eiweiß, egal wann. Die empfohlenen 5 Stunden Abstand sind nur eine Orientierung; wie die Arbeits- und Pausenzeiten es zulassen können auch 6 oder 7 Stunden zwischen den Mahlzeiten liegen. Hunger zwischendurch können Sie überbrücken z.B. mit einem gekochten Ei, 1 Stück Käse, 1 Scheibe Kochschinken oder 1 kleinen Naturjoghurt (150 g). Wegen der aktiven Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ist die Fettabnahme während des Nachtdienstes leider schlechter, aber nicht unmöglich. Im Nachtdienst können Sie wählen, ob Sie morgens die Kohlenhydratportion frühstücken möchten vor dem Schlaf oder nach dem Ausschlafen am frühen Nachmittag.
Wie soll ich nach Erreichen meines Wunschgewichts weiteressen?

Die im Schlank im Schlaf Buch berechneten Mengen für die Kohlenhydrat-Portionen sind nach BMI kalkuliert auf das Erreichen eines Normalgewichtes mit einem optimalen Verhältnis der sogenannten Körper-Magermasse zur Körper-Fettmasse. Daraus folgt, dass Sie bei Erreichen des Wunschgewichtes nicht mehr Kalorien zu sich nehmen müssen, diese würden nur das Übergewicht wieder fördern. Bei Menschen mit der Neigung zu Übergewicht ist das Insulintrennkost-Prinzip mit der großen Kohlenhydratmenge morgens und mittags und einer reinen Eiweißmahlzeit abends durchaus als Langzeiternährungsweise gedacht oder auch als lebenslängliche Ernährungsumstellung. Eine langfristige oder sogar lebenslängliche Ernährungsumstellung nach dem Schlank-im-Schlaf-Prinzip führt nicht zur „Auflösung“, sondern zu einem ausgezeichneten Wohlfühlgewicht mit einem guten Verhältnis zwischen der sogenannten Muskelmagermasse und der Fettmasse eines Menschen.
Warum muss man so viele Kohlenhydrate essen?

Erstens, weil die Speicher wieder aufgefüllt werden müssen, nachdem das Gehirn in der Nacht durch den stündlichen Verbrauch von 5 g Traubenzucker (120 g/Tag) diese entleert hat. Dies schützt vor Zwischenhunger. Zweitens, weil der Körper durch die Kohlenhydratmenge einen „Wärmestart“ erfährt mit guter Leistungsfähigkeit und Vorbereitung der Fettverbrennung (Fett verbrennt im Feuer der Kohlenhydrate). Ein reichhaltiges Schlank im Schlaf Frühstück ist Grundlage für den ganzen Tag und wichtiger Bestandteil der Insulintrennkost. Wenn Sie das Abendessen eine Weile auf die Eiweißtrennkost umgestellt haben, kommt der nötige Hunger am Morgen von allein. Denn ein Abendessen ohne Kohlenhydrate liegt nicht so lange im Magen wie Pizza oder Pommes frites.
Sojamilch z.B. enthält aber doch auch Eiweiß?

Die übermäßig starke Insulinausschüttung, die die Fettverbrennung blockiert, wird ausgelöst durch die Kombination von Kohlenhydraten mit tierischen Proteinen. Pflanzliche Proteine wie Sojamilch sind also erlaubt. Eine Untersuchung der Universität Sydney zeigt bei 38 getesteten Lebensmitteln mit immer gleichen 250 kcal Energiegehalt stark differierende Insulinreaktionen. Es wurden 250 kcal Weißbrot als 100 Prozent gesetzt. Einzeln und getrennt verzehrt zeigen Eiweißlebensmittel wie Ei, Geflügel, Fisch usw. eine Reaktion von 40 bis 60 Prozent. Auch einzelne Kohlenhydratprodukte wie Körnerbrot, Müsli, Haferbrei und auch Obst wie Äpfel und Orangen zeigen Reaktionen von 60 bis 80 Prozent. Bei der Kombination von tierischem Eiweiß und Kohlenhydraten z.B. in Fruchtjoghurt, Schokoladenkuchen oder auch Gummibärchen (tierisches Kollagen + Zucker) kommt es zu einer Reaktion bis über 140 Prozent. Es muss also heißen: morgens kein tierisches Eiweiß zusammen mit den Kohlenhydratträgern, das enthaltene pflanzliche Eiweiß scheint sich neutral zu verhalten.
Kann man die Brötchen morgens auch durch Obst ersetzen?

Sie können anstelle eines Brötchens auch eine Banane essen. Andere Obstsorten müssten aufgrund ihres geringeren Zuckeranteils in größeren Mengen als Beilage gegessen werden, z.B. zwei Äpfel, 400 g Erdbeeren usw.
Ist es nicht ungesund, morgens nur süße Brötchen zu essen?

Ernährungsmedizinisch ist eine schädliche Wirkung von Weißmehl und raffiniertem Zucker trotz aller Vorurteile bisher nicht nachgewiesen worden. Die internationalen Fachgesellschaften erlauben daher z.B. bei Diabetikern den täglichen Verzehr von 50 – 100 g ohne jeglichen Nachteil. Der Verzehr von Nuss-Nugatcreme (Nussfett, Kakaofett, Zucker, ungehärtetes Kokosfett) ist reine Geschmackssache, kann aber tatsächlich durch Bindung von Brot- und Brötchenstärke an Fette eine Insulinreaktion verlangsamen und somit durchaus ein sättigendes Frühstück darstellen.
Warum gibt es im Buch keinen „Mittagsbaukasten“?

Auf einen Mittagsbaukasten wurde verzichtet, um entsprechend einer größtmöglichen Individualfreiheit alle Essgewohnheiten zu ermöglichen, lediglich die Grundmengen an ca. 100 g Kohlenhydraten, 20 – 30 g Fett und ca. 200 g Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier und Milchprodukte sollten eingehalten werden.
Darf man zwischendurch zuckerfreies Kaugummi essen?

Weil durch die hoffentlich ausreichend großen Kohlenhydratmengen zum Frühstück und zum Mittagessen der Muskelapparat und das Gehirn mit ausreichend Glukosezucker versorgt sind, entsteht durch den Süßstoffreiz der Kaugummis in der Regel keinerlei Hungergefühl. Sie können also beliebig viel Kaugummi kauen. Das gleiche gilt in der Regel auch für Light-Getränke, die mit Süßstoff gesüßt sind z. B. Cola Light oder die Zero-Getränke.
Kann ich den Schlank im Schlaf Vanille Diät Drink auch bei Lactoseintoleranz verzehren?

100 g SiS Diät-Drink Pulver enthalten nur 0,8 g Lactose, das macht pro Portion (30 g) 0,24 g Lactose aus dem Produkt selbst. Die meisten Menschen mit Lactose-Intoleranz vertragen geringe Lacto-se-Mengen; der Schwellenwert liegt meist bei 4 bis 5 g pro Tag. Insofern wird der SiS Diät Drink für die meisten Menschen mit Lactose-Intoleranz verträglich sein, wenn sie mit Sojamilch oder Minus L Milch zubereitet wird.